· 

Nobody can stop the ART GIANTS...

Unser letztes Basketballspiel live war im Januar die Begegnung zwischen den Toronto Raptors und Utah Jazz, da trafen ein DeMar DeRozan, Jakob Poeltl und Jonas Valanciuns auf Rudy Gobert, Ricky Rubio und Friends. Welch ein Spektakel vor 16.000 durchgeknallten Zuschauern.

An dem Tag fassten wir den Entschluss, unbedingt einmal wieder zuhause irgendwo ein Basketballspiel anzuschauen, völlig wurscht welche Liga, somit völlig wurscht ob Professional oder Hammelklasse und völlig wurscht ob 16.000 oder 160 Zuschauer, allein aufs Feeling kommt es an.


Gelandet sind wir schließlich in der 1. Regionalliga West, in der Schulsporthalle des Comenius Gymnasiums in Oberkassel - sind also nur mal kurz über den Rhein - bei der absoluten Spitzenbegegnung der ART Giants gegen BBG Herford, der 1. gegen den 2., das Team mit glatten 16 Punkten und 8:0 Siegen gegen den Verfolger mit 12 Punkten, 6 gewonnenen Spielen (einem Spiel weniger ausgetragen) aber bereits 1 Niederlage auf dem Konto.


Was soll ich sagen? Wer braucht schon die NBA, wenn es die ART Giants in Düsseldorf gibt. Wir müssen ganz sicher keine 10 Stunden fliegen oder 6150 km schwimmen, um tolles Basketball zu sehen, da reicht uns in der Zukunft 12 Minuten mit dem Auto und schwimmen unnötig, schließlich gibts die Oberkasseler Brücke.

Dazu kostet das Ticket keine 85 Can. Dollar für einen Platz - gefühlt - mehrere Lichtjahre vom Mittelkreis entfernt, sondern nur 5 schlappe Euro und man sitzt quasi so nah dran, dass man in aller Ruhe die Tattoos von DeShaun Cooper - und das in allen Einzelheiten - studieren kann.


Kennt ihr das, man kommt irgendwo hin und wie vom Blitz getroffen, hat man das Gefühl: “Kenn ich, war ich mal, hat Spaß gemacht, war schön”.

Schulsporthalle, einfache Bänke, viel Platz, tolle Sicht, familiär und man fühlt sich auf Anhieb “sauwohl”, hier geh ich nie wieder weg oder komme ganz sicher wieder.


Ein paar amateurhafte Anmerkungen zum Spiel:

Klatschpappen sind Klatschpappen und bleiben Klatschpappen, ich brauche die nicht, aber tatsächlich fand ich die hier gar nicht mal so fies. Stimmung war auf jeden Fall mal richtig Bombe, dazu volle Hütte, klasse.


Noch was übel Peinliches:

Schlecht gucken könnte ich schon immer gut und so hatte ich das Team mit den bunten Trikots irrtümlich für die Giants gehalten, das passiert mir ganz sicher nicht ein zweites Mal, muss einfach öfter vorbeikommen. 

Übrigens: Die Cheerleader der Giants, bzw. der Panther, waren großes Kino! Respekt was die Mädchen ablieferten.


Auffällig - und das während des gesamten Spiels - die #2 der Giants, ein Playmaker par excellence, tiefer Schwerpunkt, mal grade haarscharf über der Grasnabe, schnell, wendig und welch ein Auge. Toller Spieler der Mr. DeShaun Cooper.

Zur Halbzeit 59:34, eine bockstarke Leistung der Düsseldorfer.


Die Dominanz zog sich bis zum Spielende durch und die ART Giants räumten recht humorlos die Herforder beiseite. Endstand 112:65.

Eine dicke Lippe riskier ich jetzt aber noch: Wenn Düsseldorf die Rebounds nur ansatzweise so beherrschen würde wie die 3er Distanzwürfe, dann... .


Abschließend (frei nach Gevatter Heinrich Treitschke) im „vollen Brustton der Überzeugung“: Angefixt und wir werden ganz sicher wiederkommen!


Euer Heiko Sauer


Kommentar schreiben

Kommentare: 0