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11 ist eigentlich eine rheinische Zahl...

Wenn man die Zahlen 11.11. um 11 Uhr 11 hört, dann weiß nicht nur der allgemein interessierte Deutsche, wem oder was die Stunde geschlagen hat. 

Genau, der Jeck ist unterwegs, schabernacktreibende wild und wüst kostümierte Freunde und Freundinnen aller Couleur bevölkern die Straßen und man nimmt nichts und niemanden wirklich ernst. Es ist Karneval, Fastnacht, Fasching, Fastelovend oder wie man das bunte Rabauken auch immer nennen mag.

„Man nimmt nichts und niemanden ernst“ bei der Zahl 11 in obigen Zusammenhang und da schließt sich mein Kreis Richtung Sport.

11 Niederlagen in Folge für den HC Rhein Vikings (wohl gemerkt: Hintereinander), das ist mal ein echtes Brett und dafür hat’s nicht wirklich den richtige Bohrer, um es zu bohren. 

11 mal am Stück den Gegner nicht bezwungen und - was für mich in meiner handballerischen Vergangenheit am fiesesten war - das Sieger-Bier schmeckte schal, weil es eben kein Sieger-Bier war. In der Niederlage zicken auch die Geschmacksnerven rum und es will überhaupt keine Lust und Laune auf fröhliches Hopfenkaltschalenvernichten machen.

Klar, blau wird man bei ausreichenden Genuss Prozentigem so oder so, aber ich hab’s dann doch lieber froh und glücklich besoffen, z.B. nach einem Sieg. Frustbetankung war noch nie meins.


Kann mir denn mal jemand Fachkundiger erklären was da los ist? Ich zitiere Coach Bohrmann: „Die Leistung im Training ist der im Spiel weit voraus, das ist für mich unverständlich“.


Warum ist das nur so?

Welcher Pin im Kopf ist das falsch programmiert? 


Mir und bestimmt allen Verantwortlichen und Fans wäre es recht und billig, wenn das Training „rotzbescheuert“ laufen würde, dafür jedes Punktspiel bombenstark. Soll wohl nicht sein.

„Was tun, sprach Zeus, die Götter sind besoffen und bekotzen den Olymp“. 

Dieser umgangssprachliche Satz drückt völlige Ratlosigkeit aus, so fühlt es sich schon seit etlichen Spielen bei mir an und ich hoffe nur, dass ich so ziemlich der Einzige bin, dem es so ergeht.


Was bleibt dem Außenstehenden? Hoffen, anfeuern, durchhalten und der Dinge harren die da kommen. Man sieht sich im Castello.


Euer Heiko Sauer


Bild von René Haude

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