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DEG gegen Mannheim, what a battle

Wenn zwei Teams - die Ahnung vom Hockey und auch mal richtig Bock haben - aufeinander treffen, dann kann schon mal sowas dabei herauskommen.

Ein echtes Knaller-Spiel.


Kurz angemerkt: Hinter mir der Ticker-Man der Adler und daneben - in Hörweite meines rechten Lauschers - platzierte sich Antti Soramies, seines Zeichens Haus- und Hofberichterstatter und Radio Regenbogen Hockeymann, dazu anerkannter Experte zum Thema Hörsturz und Tinnitus. Ich mag ihn, den verrückten Kerl.

Keine Chance auf ein Nickerchen, wenn Antti loslegt.. 


Ich mag es auch, wenn der Schneewalzer gespielt, dazu geschunkelt wird und auch ganz oben der Vorhang gefallen ist wegen „ganz schön was los“. Die Zuschauer kommen endlich wieder zur DEG, das macht Spaß. Schon beim Einspielen tolle Stimmung.

Der neue Schwede Nichlas Torp übrigens erstmals in der Verteidigung der Düsseldorfer, in der DEL ja kein Unbekannter.


Faszinierendes erstes Drittel, Herzblut DEG gegen unglaublich reife Spielanlage der Adler, zum Zungeschnalzen. Viele Chancen, wenn auch stark verteidigt vor beiden Toren und wer heute das allererstes Eishockeydrittel seines Lebens sah, der hatte 100 Punkte und den Hauptgewinn gezogen. 

Ein tolles 0:0 im ersten Drittel, auch weil die Goalies Niederberger und Pickard bombensicher hielten.


Drittel 2 fasse ich mal unter „verbissen und spannend“ zusammen, viel Druck und viel Abwehrarbeit hüben wie drüben, dazu kaum Unterbrechungen, Schwerstarbeit für die Muskulatur beider Teams. Laktat ließ grüßen.

Ein wenig aus dem Nichts das 1:0 für die Adler, blitzschnell reagiert durch Eisenschmid und dann als passende Antwort kurz danach, ein Zaubertor von Kenny Olimb zum 1:1. Brilliant oben millimetergenau eingenetzt. Dabei durfte es dann auch im Mitteldrittel bleiben. 


Die 12265 Zuschauer sahen dann im letzten Drittel Dramatik und Herzkaspergefährdung pur. Man musste attestieren, eines Spitzenspiels mehr als würdig.

Ich ertappte mich immer wieder dabei, dass ich vergaß zu blinzeln, um ja überhaupt keine Millisekunde dieses Matches zu versäumen.

Und dann passierte es doch noch, wieder dieser Top-Rookie Eisenschmid 1:13 vor Ende mit einem starken Alleingang zum 2:1 für Mannheim. 

Als dann Niederberger das Tor für den 6. Feldspieler verließ, reichte es trotzdem nicht mehr zum Ausgleich. 

Einem Wahnsinnsspiel wurde einer verdienten Verlängerung beraubt. Schade!


Düsseldorf holt sich dann eben am Sonntag in München die Punkte. Punkt.

Wir sehen uns, ich muss mich erstmal beruhigen und runterkommen, nach diesem Wahnsinn.


Euer Heiko Sauer

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