Da blutet mir das Herz

Warum klappt grad nicht mehr soviel bei der DEG, wohin ist der Schwung des ersten beiden Monate der Saison bei dem Kreis-Team?


Als riesen Harry Kreis Fan - seit 1980 war für mich die legendäre Nummer 3 mein Held schlechthin - ahne ich Ungutes und wenn sich schon die Fans so massiv auf ihn einschiessen, dann muss dringend etwas passieren, was die Gemüter beruhigt und vor allem, was Punkte für die Rot-Gelben bringt.


Mir fehlt - und das adaptiere ich gleich mal auf das Team - die Idee, der zündende Gedanke und gleich die nächste Phrase: Der Schalter ist nicht gefunden worden, den es umzulegen gilt.

Für mich schwer zu begreifen, dass dieses Team derzeit nur auf Platz 9 dümpelt und somit nicht nur aus den Play Off Rängen rausgeflogen ist, sondern auch in der Tendenz eher ein Kandidat sein könnte, der die erste Pre Play Off Runde nur unter großen Mühen überstehen würde.


Warum hat die DEG den Schwung verloren, der Schwung, der noch im September/Oktober die Fans oftmals mit der Zunge schnalzen ließ und sie völlig zurecht unter die Top Teams der DEL spülte? 

Konditionsmängel? Verletzungspech? Motivationsprobleme?

Keine echte Spielidee? 

Ich habe keine Ahnung, woran es hängt. 

Die Stürmer halten sich vornehm mit dem Einnetzen zurück, wenn die Defensive in den letzten Spielen schon einiges mehr an Beton angerührt hatte, als noch vor etlichen Spieltagen, so vergaß man offensichtlich, dass der Maurer auch auf der gegnerischen Seite ein Loch lassen muss (und man es finden sollte), um mal „rein“ gehen zu können, sprich, das Hartgummiteil dem Kontrahenten durch die Hosenträger schieben zu dürfen.

Es wird einfach nicht mehr mit der großen Leichtigkeit getroffen, wie noch im September und Oktober, „the big easy“ ist passé.


Nicht zu unrecht wird gefordert, dass der Coach die Lösung finden muss, das ist sein Job und dafür wird er auch bezahlt, aber ich frage mich grad, hat Harry wirklich seinen Stürmern untersagt, das Tor zu treffen? Ich bin sicher, er hat grundsätzlich nichts dagegen, dass es bei der alten Regel „das Spiel dauert 60 Minuten“ bleibt und Abschalten nach 45 Minuten ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders. 


Was man ihm vielleicht zum Vorwurf machen kann, dass es spontan keinen Plan B gibt, zu einem Plan B gehören aber auch die richtigen Spieler, die ihn umsetzen.

Ich bin weit davon entfernt, immer wieder alles am Coach festzumachen - Beispiele gibt es zuhauf, dass der neue Besen nur kurzzeitig gut kehrt - und denke, dass bei allen im Team umgedacht werden sollte und vor allem auch bei den (zahlenden) Zuschauern. 

Wie oft haben gerade die Supporter dafür gesorgt, dass ein Team wieder in die Spur gefunden hat. 


Ich rufe dazu auf: 

Bedingungslose Unterstützung ist jetzt das Trumpf-As, zeigt Ihnen da unten, dass Ihr zu 100% Leistungsbereitschaft verkörpert und spielt euer eigenes Spiel. Mehr denn je ist das großartige Düsseldorfer Publikum gefordert.


Am 18.12. gegen Bremerhaven ist die nächste und beste Gelegenheit die Rot-Gelben zu unterstützen, zeigts Ihnen Leute.


Wir sehen uns.


Euer Heiko Sauer