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ART Giants vs TKS 49er

NRW traf auf Brandenburg, Platz 10 gegen Platz 12. Kellerduell und der Verlierer würde geknickt unterm Weihnachtsbaum sitzen.

So ein Spiel klang nach Not gegen Elend, nach Sekt oder Selters oder Hopp oder Top. 

Es klang aber auch nach Trommeln und Radau und auch nach ein „die-Fans-mobilisieren-nochmal-alles-und-trommeln-was-das-Zeug-hält“ Spiel. Schauen wir doch einmal genau hin:


Viertel 1:


Die ART Giants Tribüne war reichlich vor Tip Off voll, das hatte ich so lange vor Anpfiff auch noch nicht erlebt, dazu 4 Trommeln, die sich gleich mal lautstark bemerkbar machten. Es war angerichtet und es wurde laut, richtig laut.

Quadre Lollis mit Punkt 1 und man spürte von Anfang an den Willen, den miesen Wahnsinn der letzten vergurkten Matches aus den Schlabberhosen zu werfen. Zum Anschauen eines der besseren Viertel und mit 23:18 auch verdient in Führung.


Viertel 2:


Massivere Defense der Jönke Truppe gleich zu Beginn und die Gäste wurden zu wilden Würfen gezwungen. Es wurde sehr sehr zäh und beide Teams mit offenem Visier. 

Vogelwildes fighten - leider - ging die  Ruhe etwas flöten und erst die letzten 5 Minuten konnte man die Herztropfen wieder in die Hosentasche packen. 

Nach einem 28:28 sprang die Uhr innerhalb von 3 Minuten auf ein beruhigenderes 38:30. 

Hüben wie Drüben immer wieder Fehlversuche, auch - wie so oft - war die Freiwurflinie nicht des Düsseldorfers Freund. Trotzdem ein knapper Vorsprung auch in diesem Viertel mit 45:37


Viertel 3:


Rumpeliger Beginn und die ersten 3 Minuten eine bedenkliche „Einnetztotalverweigerung“ der Men in White und Schwupp 45:47 durch zwei Dreier der Blauen. 

Gottseidank und mit Hilfe des Publikums, fingen sich die Düsseldorfer wieder und bissen sich ins Spiel zurück. Schön anzuschauen war das Viertel zwar nicht, aber wer auf harten Kampf und unbändigen Willen stand, der war glücklich. 

Das 68:64 extrem hart erkämpft, auch dank eines entfesselten John Wilkins, he was on fire.


Letztes Viertel:


Ähnlich unruhiger Beginn wie in Viertel 3, jedem war klar, dass das Spiel für den Tabellen-Zehnten kein Selbstläufer werden würde. 

Die Reboundschwäche zog sich ja bereits durch die ganze Saison und wurde auch nicht besser an diesem Abend. 71:71 und noch 6 quälende Minuten. 

An dem Abend mit das Beste ganz klar die gewaltige Stimmung des Publikums, sie peitschten das Team vor, unermüdlich. 2 Minuten vor Ende 82:75 und so langsam wurde die Hoffnung genährt. 

Bestätigt und es wurde schlussendlich 88:84 gewonnen. 


Puhh, aber es passte und wir freuen uns aufs nächste Heimspiel in 2020.


Frohe Weihnachten!


Euer Heiko Sauer