Es geht mit dem Teufel zu bei der DEG

Ohne die (bzw. nur bedingt einsatzfähigen) Cracks Huß, Urbom, Nowak, Nehring, Sulzer, dann noch Hane und Dersch bei der U20 WM aktiv, ist das DEL Leben nicht grad lustig. 

Wenn mal 2(+) komplette Reihen fehlen, dann gibt es schon viel Platz auf der Spielerbank der Kreis Schützlinge.

Schlussendlich dürfte das auch einer der Gründe sein, dass es derzeit etwas zäh zugeht. 

Die letzten 5 Spiele endeten gerade mal mit einem billigen Tor unterschied, das zeugte schon davon, dass es irre knapp und hart war. Jetzt erwartete man die Grizzlys aus Wolfsburg, die wiederum in den letzten 5 Spielen 4 Siege feiern konnten. Das roch förmlich nach einem erneut haarscharfen Duell.


P.S. Schon gewusst - und da springt die russische Leber im Dreieck - es gibt lecker Vodka in den Farben des Clubs als Merchandisingartikel, die Pullen sehen mal richtig gut aus, muss ich sagen.


Zum ersten Drittel kann und darf man zusammengefasst kundtun, dass es ein respektvolles Abtasten, jedoch ohne übermäßige Körperlichkeit war, soll heißen, hübsches Schlittschuhlaufen. Für den Liebhaber gepflegter und lärmender Checks an Bande und Körperpanzer, war’s eindeutig  zu ruhig.

Apropos ruhig, diese Stille wurde gut 7 Minuten vor Sirene unterbrochen, als Flaake ein tolles Zuspiel von Olimb einsetzte zum 1:0. Mehr gabs auch nicht im Ersten. Nicht unverdient.


Mit dem hauchzarten Vorsprung hinein ins Mitteldrittel und das startete mit einem Ausgleich durch „den anderen“ Olimb, zweifelsfrei hübsch gemacht. Grad knapp 4 Minuten rum und 1:1.


Das Tor tat dem Spiel gut, es ging daraufhin beherzter zur Sache und das Tempo war jetzt auch so, dass es deutlich mehr Spaß für die Zuschauer machte.

Irgendwie war’s dann auch logisch, dass irgendwo das Netz wackelte und Luke Adam sorgte dafür, dass es auf der richtigen Seite stattfand, 2:1 und noch 7:35 Minuten im 2. Drittel übrig.Die Zeit reichte nicht aus, um am Ergebnis noch etwas zu schrauben.


Ins letzte Drittel mit dem 2:1 und das vor 6874 Zuschauer inklusive der 62 Unentwegten aus dem fernen Wolfsburg. Ein schwungvolles Anlaufen der DEG wurde dann auch gekrönt von einem satten Hieb durch Kammerer zum unhaltbaren 3:1, erarbeitet und somit verdient. Kaum zu Ende gefreut, dann sprach Charlie Jahnke ein deutliches Wort mit der Kelle, 4:1 jetzt, die Grizzlys kalt erwischt. 


In Überzahl korrigierte Rech das Ergebnis auf ein 4:2, rund 8 Minuten vor dem Abhupen. Danach zwar wildes Anrennen und schon 2:37 vor Ende ohne Torwart - mutig mutig - die Wolfsburger, was aber schlussendlich nichts brachte, außer den Empty Netter durch Ebner, 5:2 und das Ding war im Sack. 


Kleine Anmerkung: Der Preis für das misslungenste Trikotdesign ging an diesem Abend klar an die Mannen aus der Autostadt. Aua sag ich dazu, es sei denn, man steht auf Retro.


Bis zum nächsten Mal und da gehts am 05.01. gegen den Meister aus Mannheim zuhause, vorher noch nach Köln am 03.01. zum ewigen Derby.

Man sieht sich.


Euer Heiko Sauer