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Volle Kapelle in Dresden...

Man könnte auch schreiben: Team, you’ll never walk alone. 

Die letzten beiden Spiele der ART Giants in der Hauptrunde und die Konstellation brachte es mit sich, dass unbedingt noch gepunktet werden sollte, um ein kleines Polster in die Play Downs mitzunehmen.

Jeder Sieg, somit jeder Punkt, wiegt doppelt schwer, den man nicht erspielt, denn die letzten 4 Teams nehmen alle Punkte mit beim jeder-gegen-jeden-Vergleich. 

Somit absolut Grund genug, dass sich der Fanclub geschlossen und mit Humba Tätärä auf den Weg in die sächsische Metropole machte.


Kurzer Ausblick:

Iserlohn, Düsseldorf und Stahnsdorf grüßen einträchtig von ganz hinten mit je 6 Siegen, Wedel, Oldenburg und Dresden mit deren 10 (die 3 spielen wohl den Viertletzten unter sich aus). Es geht nur noch darum, so viele Punkte wie möglich zu ergattern im Vergleich mit den beiden Leidensgenossen ganz unten.


Der scharfe Blick ins erste Viertel:


Die Men in black hochkonzentriert bereits beim Einwerfen, aber zu Beginn sofort sehr aggressive Deckungsarbeit der Titans schon gegen den Spielaufbau der ART Giants. Ein schnelles 12:2 nach knapp 4 Minuten und ein „Hallo Wach“ wurde dringend nötig. 

Der erster Dreier durch DeShaun Cooper und der zweite und dritte durch Faton Jetullahi folgte. 

So geht das. 

Die Distanzschützen waren gegen die massive Unterkorb-Deckung der Dresdner um so wichtiger. 16:16 Ausgleich 3:25 vor Viertelende.

Folgende 2 Minuten mit Unkonzentriertheiten verhinderten ein besseres Viertelergebnis als 26:21, da wäre mehr drin gewesen.


Das zweite Viertel mit langen 2:30 ohne Korberfolg für Dresden, ehe sie heiss liefen und auf 32:23 davonzogen. Unerklärlich wieder einmal solche Phasen aus Düsseldorfer Sicht, dazu die alte Schwäche unterm Korb und die „Verweigerung von  Korblegern“. 

Düsseldorf war trotz alle dem noch recht gut bedient, verwarf das Heimteam auch den ein oder anderen Ball. Hektische und wenig ansehnliche 10 Minuten. 

In der Halbzeit kräftig durchschnaufen tat Not. 48:36, dass musste besser werden.


Schnelle Körbe der Schwarzen und aus 12 hinten wurden nur noch 6, deutlich höheres Tempo und Risiko der Magdowski Fünf. Die Rebounds kamen auch und es wurde dramatisch knapp. Das war im dritten Viertel so ein wenig Street-Basketball: 

Knüppelhart, aggressiv und extrem schnell zum Abschluss. 

Kämpften sich die ART Giants mühsam ran, schluderten sie auch wieder. 

Leider verpuffte der Zwischenspurt und der Abstand ins letzte Viertel hinein war dann doch 9 Punkte, 64:55.


In den entscheidenden Abschnitt mit Hopp oder Top, was jedoch mit enorm viel Risiko verbunden war, abwarten und laufen lassen keine Chance. 

2136 Zuschauer boten eine tolle Kulisse, diese enthusiastische Anzahl wünscht man sich auch mal bei einem Heimspiel im Comenius (wo man die auch immer unterbringen sollte).

70:63 rund 5 Minuten vor Spielende sprachen eine immer noch nicht sehr deutliche Sprache, grad im Basketball waren oft Sekunden entscheidend. Dann müssen aber auch alle Schüsse sitzen und leichte Ballverluste verhindert werden.

Das war Wunschdenken. Dresden bewies genug Cleverness, den Vorsprung ins Ziel zu spielen. 84: 75.


Fazit: Mit etwas mehr Ruhe und Abgeklärtheit wäre ganz sicher richtig was drin gewesen.


Im letzten Hauptrundenspiel kommenden Samstag MUSS einfach jetzt gepunktet werden. Die Zuschauer sind gefordert, das heißt nichts anderes, als alle zum Spiel.


Euer Heiko Sauer