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...wenn man so durch Flingern latscht *zwinker*

Gut, du hast dich entschieden, Berlin ist dir lieber als Düsseldorf, jeder hat da so seine eigene Meinung, ob Spree oder Rhein einem mehr gefällt. 

Vielleicht magst du „icke“, „dit“, „Schrippe“ und „Buletten“ auch lieber, als das so liebliche „ech“, „dat“, „Brötchen“ und „Frikadell“.

Das der Grund zu wechseln rein sportlich sein sollte? Daran glaube ich nicht und das du deinem neuen Kollegen Zengerle ins politische Gewissen reden möchtest, nein, das vermute ich ebenso nicht. 


Bleibt das liebe Geld und das ist völlig in Ordnung so, schließlich bist du Profi und Arbeitnehmer.

Diesen Wechselgrund versteht jeder.

Und nun das große ABER!


Wir wohnen ja (noch) im selben Stadtteil in Düsseldorf - dazu dem schönsten selbstverständlich - und da kann man sich mehr als wohlfühlen, völlig außer Frage.

Wenn ich bisher das hübsche - mit einem Baden-Württembergischen Stern versehene und dem DEG Logo beklebte - Auto immer irgendwo stehen sah, so plagt meine Augen seit einiger Zeit ein dunkler Kombi, Tschechisch-Deutscher Prägung mit einem Eisbär drauf.

Wenn das dein neues Fahrzeug sein sollte, dann lag der Wechsel auch ganz sicher nicht in der Ausstattung des Berliner Sponsors begründet.


Musste das wirklich sein? Hätte das nicht noch Zeit gehabt, bis du deine Kemenate in der Hauptstadt bezogen hättest? 


Ich haderte mit mir, meine geringe künstlerische Qualität mit Pinsel und Farbe - Kühe kann ich ganz gut, einen dicken Elefanten krieg ich auch hin - des nachts und klammheimlich zu nutzen und mich kreativ zu betätigen, aber was kann denn das so gebeutelte Polar-Tier dazu, dass es auf einem Auto geklebt ausgerechnet in einem Stadtteil rumstehen muss, der klar Rot-Gelb geprägt ist und auch noch einen Bewohner beherbergt, der nicht nur sehr große Sympathie für die DEG hegt, sondern auch noch heimlich in Adler Bettwäsche schläft.

Geht gar nicht oder?


Entschieden hab ich mich dann doch dafür, selbst nicht Hand anzulegen und den Eisbär zu schützen. Mein Pudel übrigens, der sonst doch wählerisch ist, seine Marken zu setzen, hat offensichtlich an einem schwarzen Stoßfänger großen Gefallen gefunden und fleißig gewässert. Ich habe mit ihm geschimpft und ihm versucht klarzumachen, dass er das nicht darf, aber erklärt einmal einem Pudel, der in Düsseldorf geboren ist und in einem eishockeyverrückten Haushalt lebt, sein Bein nicht an einem PKW mit besagtem Aufkleber zu heben. Vergebene Lebensmühe.*zwinker*


Alles Gute in der Zukunft Mathias Niederberger und wenn du mal wieder deine Heimatstadt besuchst, geht auch mit der Bahn ganz gut. Ehrlich!